Sie transportieren aber noch ein bestimmtes Menschenbild, eine Art esoterisches Schönheitsideal. Gleichzeitig kann das Spiel mit Astrologie auch ein Element der Selbstermächtigung haben – und zwar dann, wenn ich die Autorität darüber, wie ich angeblich bin, nicht an jemanden anderen abgebe.

Horoskope in Frauenzeitschriften haben in etwa so viel Substanz wie die Zettel in Glückskeksen. 

Stattdessen geht es um die Frage: Warum finde ich bestimmte astrologische Archetypen ansprechend, warum gehe ich damit in Resonanz?

Wir reden über den sogenannten Barnum-Effekt (“a little something for everybody”) und wie der sogar bei “seriösen” Geburtshoroskopen zutrifft, was die Planeten mit den Schlüpfen zu tun haben und warum ein Kieselstein möglicherweise magischer ist als ein Edelstein. 

Mit dabei sind unsere Hörerin Susi (Barbaras Freundin), die als Naturwissenschaftlerin sehr kritisch gegenüber Babyhoroskopen und Tierkreiszeichen ist, und Lauras Freundin Anja, die mit ihrem astrologischen Schaffen neue Wege aus dem Patriarchat heraus sucht.

Links und Hintergründe:

  • Hier hat Barbara sich das Tageshoroskop erstellen lassen
  • Artikel in der Süddeutschen Zeitung über Vulgärhoroskope und anderes
  • Bild von der Body-Shop-Werbung “Wenn ich groß bin, möchte ich ich selbst sein” , dort gibt es auch eine astrologische Auslegung von Astrid Lindgrens Leben – sehr unterhaltsam
  • Passt irgendwie dazu, die Website von Luisa Francia, die in ihrem Onlinetagebuch viel über Selbstermächtigung, Kreativität – und auch Horoskope schreibt
  • Blog von Missy-Redakteurin Hengameh Yaghoobifarah zu queerer Astrologie
  • Produktion: Barbara Streidl
  • Illustration (Linolschnitt): Laura Freisberg
  • Musik: Lenz Schuster
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