Liebe allein genügt nicht immer.
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In ihrem neuen Roman Die zweitgrößte Liebe erzählt Ruth-Maria Thomas die Geschichte von Michelle und Henry, die sich trotz völlig unterschiedlicher Herkunft ineinander verlieben. Während Michelle mit den Erfahrungen von Armut, Schulden und Unsicherheit lebt, kennt Henry die Welt des Wohlstands und der finanziellen Freiheit.
Wie prägen Herkunft, soziale Klasse und familiäre Erfahrungen unsere Beziehungen? Und wie viel Selbstbestimmung ist in der Liebe möglich? Der Leseclub widmet sich einem Roman, der weit mehr ist als eine Liebesgeschichte: Ruth-Maria Thomas verbindet vermeintlich romantische Gefühle mit gesellschaftlichen Fragen nach Klassismus, Ost-West-Erfahrungen und den Grenzen romantischer Vorstellungen.
Im Gespräch diskutieren wir gemeinsam über die Figuren, ihre Entscheidungen und darüber, was dieses Buch über Liebe, Freiheit und Zugehörigkeit erzählt.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, gelesen wird jedoch auf eigene Gefahr: Dieser Roman hallt lange nach. -
Ruth-Maria Thomas, 1993 geboren und in Cottbus aufgewachsen, war als Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe tätig. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr Debüt “Die schönste Version” (2024) war für den Deutschen Buchpreis, den aspekte-Literaturpreis, den Buddenbrookhaus-Preis, den Preis der deutschen Wirtschaft nominiert und wurde mit dem Ulla-Hahn-Preis ausgezeichnet. 2025 erschien der rbb-Podcast “Der Bruch – Frauen zwischen Ost und jetzt”, dessen Host Thomas war. “Die zweitgrößte Liebe” ist ihr zweiter Roman.
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Moderiert von Barbara Streidl (Ehrenvorsitzende bei Frauenstudien München e. V., Journalistin).
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Eintritt: frei, Spenden willkommen
Für die Diskussion beim Leseclub wäre es toll, wenn ihr das Buch gelesen hättet. Es ist aber keine Bedingung fürs Dabei-Sein.