VORANKÜNDIGUNG Herbst 2012
STUDIENREISE

STUDIENREISE nach Budapest
Eine Begegnung mit Budapesterinnen, der kleinen Königstochter und berühmten Töchtern der Stadt


Mittwoch, 05.09. bis Sonntag, 09.09.12
Ankunft Donnerstag, ca. 9.00 Uhr
Rückfahrt Sonntag, ca. 15.00 Uhr

Reiseleitung: Ruth Devime, Wien und Mária Kristófy, Budapest

Eine Frauenreise in die schönste Stadt an der Donau, in das Paris des Ostens, in die dynamische Metropole Budapest. Wir besuchen historische Frauen: Im Nationalmuseum Göttinnen, die wir aus den Werken Marija Gimbutas kennen, im KünstlerInnendorf Szentendre das Museum der bekannten Bildhauerin und Keramikerin Margit Kovács.
Im ethnographischen Freilichtmuseum lernen wir ländliche Architektur und Wohnkultur verschiedenster ungarischer Volksgruppen kennen.
Dargestellt sind von Frauen ausgeübte Handwerkstechniken, wie auch das Alltagsleben der „ländlichen“ Frau. Auf Stickereien und Verzierungen finden wir die Bilder der alten Göttinnen wieder. Beim Promenieren durch die Innenstadt erfahren wir spannende Details zu den Frauenstatuen und berühmten Töchtern der Stadt. In der Fischerbastei auf dem Burgberg wandeln wir auf den Spuren der Teilnehmerinnen des Frauen Weltkongresses 1913.

Über Projekte und Aktionen der aktuellen Frauenbewegung in Budapest berichtet unsere Reiseleiterin, Mária Kristófy, die mit großem Engagement dabei ist. Wir lauschen den Geschichten der Frauen und erfahren Frauengeschichte. Zum Relaxen laden uns die wunderschönen Jugendstilbäder ein. In Kaffeehäusern verwöhnen wir uns mit leckeren Mehlspeisen und in Restaurants mit nationalen und internationalen Gerichten.

Reiseleiterinnen:
Ruth Devime ist Gastautorin bei „diestandard.at“, Biogärtnerin, Mitbegründerin der feministischen Mädchenschule „Virginia Woolf“, Erwachsenenbildnerin. Mitherausgeberin des Buches „Willendorf hin und zurück – eine Frauenreise durch Österreich“. Sie schreibt an einem Buch über Frauenkultur, reist mit Vorträgen und Workshops zu den Themen „Solaneuspower – Was hat unser Essen mit Feminismus zu tun“? und „Die Drei Schwesternwirtschaft – Landwirtinnenschaft einmal anders“. Lebt und arbeitet exklusiv mit Mädchen und Frauen und pendelt zwischen dem ungarischen Dorf Pázmándfalu und Wien, zwischen Ost und West und zwischen Theorie und Praxis.

Mária Kristófy ist Absolventin der Musikuniversität „Liszt Ferenc“, ausgebildete Opernsängerin, Jazzerin. War Solosängerin von Barock bis Jazz und 33 Jahre Profisängerin im Chor des ungarischen Radiosymphonieorchesters. Sie ist feministische Kabarettistin, Chorleiterin, Aktivistin in der Budapester Frauen- und Lesbenbewegung, sprachgewandte Stadtführerin von Budapest und Ungarn. Leitet Workshops zu feministischen Themen, lebt und arbeitet in Budapest und anderer Frauen Länder.

Teilnahmegebühr: EUR 475,- Feste Anmeldung und Bezahlung bis 31. Mai 2012
Für Frühbucherinnen EUR 440,- Anmeldung bis 08. März 2012

Im Preis enthalten sind: Inhaltliche Leitung und Führungen, drei Übernachtungen, Hin- und Rückreise mit der Bahn im Liegewagen.

Unterbringung: Hotel Citadella in der Stadtmitte, einfache Doppelzimmer mit Dusche und Frühstück. Einzelzimmer auf Anfrage.

Am 05.09.2012 Hinfahrt im Liegewagen München Hbf ab ca. 23.40 Uhr – Ankunft Budapest ca. 8.49 Uhr
Am 09.09.2012 Rückfahrt Budapest ab ca. 15.10 Uhr - Ankunft München Hbf ca. 22.37 Uhr

Haftung: siehe hier

Reiserücktritt: Bei Rücktritt bis 04. Juni 2012 entfallen EUR 50,00 Bearbeitungsgebühr.
Ab 04. Juli fallen 40 % des Reisepreises, ab 04. August 90 % des Reisepreises als Stornogebühr an. Es sei denn, Sie finden eine Ersatzfrau.

Detailliertes Programm:
Donnerstag:
Anreise, Ankunft im Hotel. Vormittags gibt es im Kaffeehaus eine allgemeine Einführung in die Geschichte der Stadt. Am Nachmittag besuchen wir die bestaunenswerten urgeschichtlichen Göttinnen im Nationalmuseum Magyar Nemzeti: Lady of Sé, Augengöttinnen, Stutengöttinnen und andere historische Frauen bis in die RömerInnenzeit in Pannonnia.
Abends kulinarisches Vergnügen bei einem typisch ungarischen Abendessen mit Blick auf die nächtliche Stadt und das Glitzerband der Donau.

Freitag:
Vormittag und Nachmittag Mit der Schnellbahn in das 15 km nördlich von Budapest gelegene KünstlerInnendorf Szentendre. Während der Fahrt hören wir von berühmten Ungarinnen: Hanna Senesh, Roszika Schwimmer, Maria Leitner, Erzsèbet Galgóczi, Agnés Heller, Ilka Gedö. In Szentendre besuchen wir das Museum der großen Bildhauerin und Keramikerin Margit Kovács (1902-1977). Die Sammlung zeigt Werke der preisgekrönten Ausnahmekünstlerin, die u.a. Frauen in all ihren Lebenslagen darstellen. Mittagessen in einem der originellen Restaurants in Szentendre. Das ethnographische Freilichtmuseum Szabadtéri Néprajzi veranschaulicht die ländliche Architektur und Wohnkultur Ungarns. Unser Blick gilt vor allem dem Leben der Frauen in den verschiedenen Volksgruppen, ihren Handwerkstechniken und Alltagsleben. Zu Abend essen können wir wahlweise auf einem Schiffsrestaurant und anschließend zurück mit der Schnellbahn nach BP fahren oder im KünstlerInnenambiente von Szentendre und Rückfahrt mit einem Donauschiff.

Samstag:
Der Vormittag ist zur freien Verfügung.
Sehenswürdigkeiten sind: Die berühmte Budapester Markthalle lockt mit lokalen Spezialitäten und köstlichen, regionalen Speisen. Besuch von Kunstmuseen, Spaziergänge an der Donau, Besuch des Széchenyi-Thermalbades, Ausflug auf die Margareteninsel mit Ruinen des Klosters. Nachmittag: Wir promenieren durch die Budapester Innenstadt und hören aufschlussreiche Geschichten zu den Frauenstatuen und berühmten Töchtern der Stadt, z.B. der über die Schauspielerin Hilde Gobbi oder der bezaubernden kleinen Königstöchter. Wir wandeln auf den feministischen Spuren der Teilnehmerinnen des Frauen Weltkongresses 1913 bei einem Spaziergang auf den Burgberg.
In sakralen Bauten entdecken wir die alten Göttinnensymbole und sehen, wie sich aus Bildern und Skulpturen die vorchristliche Geschichte der Frauen herauslesen lässt.
Weiter besuchen wir die Matthiaskirche – offiziell Liebfrauenkirche und Teil des Unesco-Kulturerbes. Sie beherbergt Mariendarstellungen, den Stephansdom mit der Sisi-Statue, dem Marienfenster und dem Brauttor. Abendessen auf einem Ausflugsschiff mit vielfältigem Büffet – auch für Vegetarierinnen.

Sonntag
haben wir die Wahl:
Entweder Spaziergang durch das jüdische Budapest mit Schwerpunkt auf die Geschichte der jüdischen Frauen. In Budapest leben heute ca. 110.000 JüdInnen und bilden die bedeutendste jüdische Gemeinde Osteuropas.
Wir besichtigen auch die zweitgrößte Synagoge der Welt und die „Schuhe am Ufer der Donau“ – ein berührendes Gedenkkunstwerk. Ein Mittagessen im koscheren Restaurant „Carmel“, im Herzen von Budapest, bringt uns die lebendige, jüdische Lebenslust auf kulinarische Weise näher. Jüdische, ungarische, internationale und natürlich vegetarische Gerichte erwarten uns.

Oder:
Gemeinsamer Thermalbad-Besuch.
Besonders zu empfehlen ist das „Kiraly“ Bad, ein 400 Jahre altes türkisches Bad mit original orientalischer Badekultur. Das „Grüne Säulenbad“ lockt mit einem ca. 450 Jahre alten Originalzustand. Acht rote Marmorsäulen tragen die Kuppel mit einem Durchmesser von zehn Metern, die ein achteckiges, von drei Quellen gespeistes Mittelbecken überdeckt. Das „Gellert Bad“ im edlen Jugendstil oder das „Széchenyi-Thermalbad“ laden ebenso zu heilendem Sinnesvergnügen ein. Mittags essen wir im Restaurant „Carmel“ und beim Abschiedskaffee am Gellertberg unter der Freiheitsstatue erwartet uns noch einmal der überwältigende Blick auf das „Paris des Ostens“.

 


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