Netzfeminismus – das Internet als Aktionsraum

Feminismus 2014 findet natürlich auch online statt. Das Internet macht es so einfach wie nie zuvor, sich zu vernetzen und die Arbeit von Frauen sichtbar zu machen. Frauenstudien München und der Watch-Salon, das Blog des Journalistinnenbundes, luden am 3. Juni 2014 in den Presseclub München zu einem Austausch über Online-Strategien ein.

In einem einführenden Vortrag sprach Susanne Klingner über die letzten Jahre, in denen ein schlagkräftiger Netzfeminismus entstand: Blogs wie Feministing.com in den USA oder Maedchenmannschaft.net in Deutschland brachten Mitte bis Ende der Nuller Jahre feministisch kommentierte Nachrichten in die Welt, Kampagnen wie Pinkstinks.de oder OneBillionRising nutzen das Internet vor allem zur Information und Mobilisierung frauenrechtsbewegter Menschen. Die eigentlichen Aktionen finden dann oft wieder auf der Straße und in der Politik statt. Auch ein Phänomen wie #aufschrei blieb nicht im Virtuellen stecken, sondern verbreitete sich ebenso über Offline-Medien.

Die Inhalte des Vortrages kann man hier ansehen, außerdem haben wir den Vortrag zum Nachschauen gefilmt: 

Frauen sind im Netz aber auch Angriffen ausgesetzt. Darüber diskutierte Klingner (@klingnerin) nach dem Vortrag gemeinsam mit Magdalena Köster (@lenakoester) vom Münchner Journalistinnenbund. Sie sprachen über sexistische Shitstorms, über Anonymität und Selbstschutz und wie man trotz allem gute Laune behält und von der Lebendigkeit des Netzes profitiert. Den Abend moderierte Angelika Knop.

Susanne Klingner, Publizistin in München, veröffentlichte 2008 “Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht” und gründete das feministische Weblog Maedchenmannschaft.net, 2011 dann Die Featurette und Frau Lila. Seit 2012 im Vorstand der Frauenstudien München.

Magdalena Köster, freie Journalistin und Buchautorin (u.a. Biografien über Künstlerinnen und Wirtschaftsfrauen), Bloggerin imWatch-Salon und gern auf Twitter unterwegs.

Angelika Knop, Crossmedia-Journalistin und -Trainerin, Moderatorin, Autorin u.a. für Frauen- und Medienpolitik, Bloggerin im Watch-Salon, ehemalige Sprecherin des Journalistinnenbundes in München und Delegierte beim Stadtbund Münchner Frauenverbände.

Die an diesem Abend vorgestellten Webseiten und -projekte findet man unter diesen Webadressen:

Schreiben Sie doch gern die Adressen ihrer eigenen Webpräsenz oder Online-Projekte in die Kommentare und empfehlen Sie spannende Seiten weiter!

Ein Abend der Frauenstudien München in Kooperation mit
dem 
Watch-Salon, dem Blog des Journalistinnenbundes.

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Weiterlesen:
„Netzfeminismus“ im Feministischen Lexikon auf fraulila.de

Ein Kommentar zu “Netzfeminismus – das Internet als Aktionsraum

  1. Danke für den anregenden Abend! Auch für die Web-Tipps. Und für mich ein interessanter Einblick in die Perspektive der Generation „Alphamädchen“. Mein Beitrag zur Vernetztung: Wer mehr zu „Lesbischer Sichtbarkeit“ erfahren will, hier mein Buch und Web-Tipp: „Schön! Stark! Frei! Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden“. Mehr Infos unter: http://www.elke-amberg.de/index.php?id=66#lesung_akt

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