Lesung & Diskussion: “Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer ‘Abtreibungsärztin'”

ÄrtzInnen können gemäß § 219a vor Gericht gebracht werden, wenn sie online Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen anbieten. Nachdem Kristina Hänel sich mit einer derartigen Klage konfrontiert sah, sagte sie der frauen- und kinderfeindlichen Politik den Kampf an. Ihr Tagebuch dokumentiert den mutigen Schritt einer Frau, die Demokratie, Aufklärung und Hilfeleistung ernst nimmt.


Mehr zur Autorin

Kristina Gisela Hänel ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und Notfallmedizin. Sie wurde im November 2017 zu einer Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro verurteilt, weil sie auf ihrer Webseite Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen bereitstellte. Hintergrund ist Paragraf 219a („Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“). Das Gesetz verbietet das öffentliche Anbieten, Ankündigen oder Anpreisen von Schwangerschaftsabbrüchen. In einer von Hänel eingelegten Revision hob das Oberlandesgericht Frankfurt im Juli 2019 die Verurteilung auf. Der kürzlich geänderte Paragraf 219a sei zu ihren Gunsten auszulegen, urteilte das Gericht und verwies den Fall zur Neuverhandlung zurück an das Landgericht Gießen.

 

Gut zu wissen:

Eintritt: 4 Euro, 2 Euro ermäßigt.

Einlass: 18.30 Uhr (Einlassvorbehalt).

Sitzplatzreservierungen: Voranmeldung erforderlich per Mail an info@frauenstudien-muenchen.de.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung.

 

Weitere Links:

In der aktuellen Folge des Lila Podcasts diskutieren unsere Vorständin Barbara Streidl und Antje Schrupp über das Thema “Schwangerwerdenkönnen”. Außerdem gibt’s die Möglichkeit das Buch von Kristina Hänel zu gewinnen. Also schnell reinhören!

Hier geht’s zum Podcast.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schön, dass Du einen Kommentar geschrieben hast. Denke daran,
die Kommentare müssen erst freigeschaltet werden.

weitere Veranstaltungen