Leseclub: „Warum ich nicht länger mit Weissen über Hautfarbe spreche“

Alles begann im Februar 2014 mit einem Blogeintrag der britischen Journalistin Reni Eddo-Lodge. Damals erklärte sie, warum sie es leid ist, mit Weißen über das Thema Hautfarbe und Rasse zu sprechen. Dieser Artikel rief so ein starkes Echo hervor, dass Reni Eddo-Lodge nun noch viel mehr mit Weißen über das Thema sprechen muss – und ein Buch dazu geschrieben hat. Dieses Buch ist wirklich ein Geschenk an alle, die es lesen: ein Geschenk an schwarze Leser*innen, weil es für sie wie ein Druckventil funktioniert – endlich sagt mal jemand, wie es uns ergeht. Und es ist ein Geschenk an die weißen Leser*innen, denn so gründlich auf einen blinden Fleck hingewiesen zu werden, dass man ihn nicht mehr ignorieren kann – das ist eine Bereicherung.

Ihr stärkstes Kapitel behandelt Eddo-Lodges Erfahrungen im britischen Feminismus: viele weiße Feministinnen können gut kritisieren, wie sie von patriarchalen Strukturen diskriminiert werden. Gleichzeitig falle es diesen Frauen aber sehr schwer zu erkennen, dass sie gegenüber Schwarzen und People of Color immer noch privilegiert sind. Doch gerade in den Diskussionen mit anderen Feministinnen – eigentlich ihren Verbündeten – hat Reni Eddo-Lodge die Erfahrung machen müssen, dass sie schnell den Stempel „wütende, schwarze Frau“ aufgedrückt bekommt. Oder um es in ihren Worten zu sagen: Wenn man das Problem anspricht, wird man selbst zum Problem.

 

Gut zu wissen:

Der Eintritt ist frei.

Um Voranmeldung wird gebeten: per Mail an info@frauenstudien-muenchen.de.

Der Leseclub findet in der Buchhandlung/ Café Buch & Bohne statt.

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