Zweite Ausgabe vom Stadtspaziergang: “Frauen bewältigen Krisen”

HINWEIS: AUFGRUND DER GEÄNDERTEN CORONA-REGELN IN MÜNCHEN HABEN WIR DIE VERANSTALTUNG AUF DEN 4. OKTOBER VERSCHOBEN. ES GELTEN DIE AKTUELLEN SICHERHEITSVERORDNUNGEN DER LANDESHAUPTSTADT MÜNCHEN VOM 23. SEPTEMBER 2020. WEITERE INFOS UNTER ‘GUT ZU WISSEN’.

Wenn Staaten sich in Krisen befinden, kann das ganz unterschiedliche Gründe haben: Seuchen wie Pest, Cholera, Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten, HIV oder Corona. Die zwei Weltkriege, die Revolution 1918/19. Sorgen um den Frieden oder wegen der Atomkraft.

Das alles sind Gelegenheiten, bei denen auf einmal die Frauen eine wichtige Rolle spielen. Wie sehr sie gebraucht werden und wie anfällig sie gleichzeitig in der Rolle sind, die die Gesellschaft ihnen zuweist, wird gerade dann besonders deutlich.

Aktuell erleben wir mit der Corona-Pandemie eine Krise, die wir uns nie so hätten vorstellen können: Lockdown – Home-Office und -Schooling – und die sogenannte systemrelevante Arbeit, die weiterlaufen muss, im Supermarkt und Care-Arbeit in Pflegeeinrichtungen oder Zuhause. Das leisten zum überwiegenden Teil Frauen. Und es scheint so, als würden sie dadurch in Verhältnisse zurückgeworfen, die wir überwunden geglaubt haben. Das war in früheren Krisen manchmal anders, die eröffneten Frauen – wenn auch meist nur kurzfristig – Möglichkeiten, die ihnen vorher verwehrt waren. Im 1. Weltkrieg beispielsweise durften bzw. mussten Frauen in Arbeitsverhältnisse eintreten, die ihnen vorher verschlossen waren, weil die Männer im Feld waren – bis zur Demobilisierung.

Immer wurden Frauen nur dann relevant, wenn die Männer mit anderen Dingen (Kriegführen?) beschäftigt waren und so Raum für sie frei wurde. Heute arbeiten sie zu einem überwiegenden Anteil in Berufen, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde, die aber für Männer nicht interessant genug sind: schlecht bezahlt, unangenehm, keine Profilierungsmöglichkeiten.

Das lässt sich auch in der Geschichte Münchens über die Jahrhunderte nachverfolgen. Beim Stadtspaziergang besuchen wir einige solche Orte – lange nicht alle – und lernen relevante Frauen, Ereignisse und Institutionen kennen.

Führen durch München wird uns:

Adelheid Schmidt-Thomé. Sie ist in München aufgewachsen und hat Geschichte und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert. Sie ist freiberufliche Lektorin und Autorin u.a. von „Vergessene Münchnerinnen“.

Dieser Stadtspaziergang hat 2020 bereits stattgefunden, aufgrund der großen Nachfrage haben wir uns zu einem Wiederholungstermin entschlossen.

Gut zu wissen:

Eintritt: 5 Euro

Wegen begrenzter Plätze bitten wir unbedingt um eine Anmeldung: info@frauenstudien-muenchen.de.

Dank einer Führungsanlage kann ausreichend Abstand untereinander eingehalten werden. Wir werden Kopfhörer zur Verfügung stellen, sodass Adelheid Schmidt-Thomé auch unter Wahrung des Mindestabstandes gut zu hören sein wird. 

Da in der Münchner Altstadt Maskenpflicht besteht und wir uns in diesen Bereichen bewegen werden, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich. Solltet ihr in den zwei Wochen vor der Veranstaltung Kontakt zu einer coronainfizierten Person gehabt haben oder weist ihr Erkältungssymptome auf, ist eine Teilnahme nicht gestattet.

Die Teilnahmegebühr von 5 Euro bitten wir im Voraus auf unser Konto bei der Bank für Sozialwirtschaft oder über Paypal (info@frauenstudien-muenchen.de) mit dem Verwendungszweck “Stadtspaziergang” zu überweisen. Sollte die Veranstaltung nicht stattfinden, erstatten wir euch diesen Betrag natürlich umgehend zurück.

Bank für Sozialwirtschaft
Konto Nr. 8858200
BLZ 70020500
IBAN DE68700205000008858200
BIC/Swift BFSWDE33MUE

Bei Fragen zur Veranstaltung meldet euch gerne unter info@frauenstudien-muenchen.de.

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