OKTOBER 2013


Ladies Night – ein Generationentreffen
Lockerer Ladies Lunch zum Kennenlernen und Vernetzen

Samstag, 12.10.2013 ab 19:00 Uhr
Referentinnen: Helma Mirus und Susanne Klingner

Im Laufe der feministischen Geschichte scheint es immer wieder so, als fingen junge Feministinnen stets wieder bei Null an – dabei gab es vor ihnen schon eine Generation, die ähnliche Gedanken und Fragen formuliert hat und gleiche Ziele verfolgte. So geht es nicht nur jungen Feministinnen heute, so ging es auch den Feministinnen der Siebziger und Achtziger Jahre. Sie mussten sich die Geschichte der Suffragetten ebenfalls erst neu erarbeiten.

An diesem Abend treffen sich jüngere und ältere Münchnerinnen und tauschen sich aus: Wovon träumten Frauenbewegte in den Siebzigern? Welche Baustellen sehen junge Feministinnen heute immer noch? Welche Strategien der Älteren sollten die Jüngeren unbedingt kennenlernen, welche Fehler vermeiden? Welche Instrumente der jungen Feministinnengeneration, z.B. die digitalen Medien, sollten ältere Frauen auch für sich nutzen?

Zum Start des Abends sprechen Helma Mirus, Mit-Gründerin von Frauenstudien München, und Susanne Klingner, neues und jüngstes Vorstandsmitglied des Vereins, über die Visionen ihrer jeweiligen Generation. Anschließend gibt es einen lockeren Ladies Lunch zum Kennenlernen und Vernetzen – im Idealfall entsteht aus diesem Abend ein starkes Netzwerk Münchner Frauen.

WO: Café Hüller, Eduard-Schmid-Straße 8, 81541 München
Teilnahme nur mit Anmeldung
Verbindliche Anmeldung bis zum 1.10.2013 per Mail unter info@frauenstudien-muenchen.de

 


„Die digitale Revolution: Wieder ohne die Frauen?“
Ein Workshop über die Möglichkeiten für Frauen, im Internet sichtbar zu werden

Donnerstag, 24.10.2013, 19.30 Uhr
Referentin: Katrin Rönicke

Die Digitale Revolution findet statt und das nicht erst seit gestern. Im Zuge dieser Revolution wird auf der einen Seite viel mit den Ängsten der Menschen gespielt und das Internet als ein Ort voller Gefahren gesehen. Auf der anderen Seite bietet das Netz viele Chancen. In der Wikipedia zum Beispiel wird das Wissen der Welt wird jedem Menschen zugänglich. Oder: Die Vernetzung untereinander hat der Arabischen Revolution viel Schub gegeben. Das humanistische Bildungsideal Humboldts erlebt eine Renaissance, die keine Bevölkerungsgruppe mehr ausschließt. Oder?

Die Realität der digitalen Sphäre spiegelt diese Utopie momentan nicht wieder. Zwar können in der Theorie alle Menschen hier teilnehmen, in der Praxis aber haben sich alte Strukturen neu abgebildet. Die Wikipedia wird zu 91 Prozent von Männern gestaltet. Blogs werden zwar zu 60 Prozent von Frauen geschrieben, als relevant und wichtig aber werden vor allem die Blogs von Männern angesehen. Woher kommen diese Strukturen? Welche Mechanismen halten sie aufrecht? Und welche Mittel und Wege gibt es, die digitale Revolution zu „gendern“? Wo gibt es Anknüpfungspunkte und Ausbaufähiges? Welche Koalitionen und Bündnisse sind sinnvoll? Wie gelingt eine Bewusstmachung des digitalen Gender Gaps? Welche Chancen liegen hier, die sich frau keinesfalls entgehen lassen sollte?

Emanzipation ist, die eigene Stimme zu erheben und im Sprechen und miteinander handeln wer zu sein. Ob in einem Blog, auf Youtube, in einem Podcast, als Autorin in der Wikipedia, ob zum Thema Technik, Do it Yourself, Politik oder Feminismus – Frauen haben etwas zu sagen. Dieser Workshop zeigt und erklärt die Möglichkeiten des WWW, an Beispielen und im praktischen Selbstversuch.

Die Teilnehmerinnen müssen keine Vorkenntnisse mitbringen. Geben Sie aber bitte bei der Anmeldung an, wie Sie das Internet bisher nutzen. Anmeldungen bis zum 15.10.2013 unter info@frauenstudien-muenchen.de.

 

Katrin Rönicke wurde 1982 in Wittenberg geboren, ist Erziehungswissenschaftlerin, Podcasterin und freie Autorin. Sie lebt mit ihren beiden Kindern in Berlin. In ihrem Podcast Erscheinungsraum nutzt sie das emanzipatorische Potential des Mediums, um Geschichten jenseits des Sichtbaren einen Raum zu geben. Mit ihren Kolleginnen von Frau Lila rief sie das Bloggerinnen-Magazin Featurette ins Leben. Im September 2011 gründete sie die Plattform netzfeminismus.org. Sie schreibt als freie Autorin unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, den Freitag und Cicero Online und macht daneben einen Master in Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt „Politische Theorie der Emanzipation“.


Wo: Frundsbergstrasse 13, 80634 München
Teilnahmegebühr: EUR 12,-/10,-
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Frauenstudien München und der Frauen-Computer-Schule München.

Foto: Daniel Kause / Silberblick.net / Lizenz: CC-BY-SA 2.0

 


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