JANUAR 2012

Diese Veranstaltung fällt wegen Erkrankung der Referentin leider aus!
Zum Göttinnenbegriff in der Archäologie, Kunstgeschichte und Matriarchatsforschung
mit Dias
Mittwoch, 11.01.2012, 19.30 Uhr
Gabriele Meixner, Auhausen

Die Entdeckung urgeschichtlicher Kulturen, in denen Frauen- oder Göttinnendarstellungen im Mittelpunkt standen, erlebten viele Feministinnen als befreiende Erkenntnis. Dass das Weibliche als das Göttliche denkbar war, eröffnete eine neue spirituelle Dimension.

Gleichzeitig jedoch entwickelte sich in Teilen der spirituellen Frauenbewegung ein Trend zum Antiintellektualismus: Die zu Tage gekommenen Frauenfiguren wurden willkürlich gedeutet, ohne das archäologische Fundumfeld oder Entwicklungszusammenhänge zu berücksichtigen. Vielmehr dienten die nach Gutdünken interpretierten „Göttinnen“ zur ideologischen Untermauerung eines angestrebten Geschichtsbildes, wie z.B. eines weltumspannenden Matriarchats.

Demgegenüber stehen fundierte Deutungen wie die von Marie König, die den Weltbildcharakter der frühen Symbolik betont, oder von Vertreterinnen einer feministischen Archäologie, die sich mit neuen Forschungsmethoden dem sog. Göttinnenbegriff annähern.

Gabriele Meixner, Autorin und Ausstellungsmacherin, forscht seit mehr als 20 Jahren zur Deutung urgeschichtlicher Kunst aus feministischer Perspektive. Bekannt wurde sie durch ihr Buch „Frauenpaare in kulturgeschichtlichen Zeugnissen“ und die gleichnamige Wanderausstellung. Mit ihren Biografien der Urgeschichtsforscherin Marie E. P. König und der Publizistin Erika Wisselinck würdigt Gabriele Meixner zwei unkonventionelle Denkerinnen.

Eintritt: € 9,-/7,-

 

Freiräume schaffen - Gutes Leben mit der Subsistenzperspektive
Mittwoch, 25.01.2012, 19.30 Uhr
Arbeitsgruppe Chora, Kassel

Dem 'Guten Leben' auf der Spur: den eigenen Alltag philosophierend zu reflektieren und so mit anderen Augen zu sehen, macht Spaß und eröffnet Freiräume im Denken und Handeln, z.B. bezogen auf Fragen und Probleme am Arbeitsplatz oder in Beziehungen. In der Gruppe Chora lesen, denken und diskutieren wir drei Freiraumplanerinnen seit vielen Jahren theoretische Texte in Bezug auf unsere Alltage.

Neben der Subsistenztheorie inspirieren uns u.a. Luisa Muraro, Hannah Arendt und Chiara Zamboni. Die gemeinsame Beschäftigung mit Philosophie hilft uns, z.B. im Garten, am Schreibtisch, im Stall oder Tanzsaal unsere je eigenen Wege des guten Lebens zu finden, sie beschreiben zu können und zu gehen.

Die feministisch-philosophische Arbeitsgruppe Chora, Andrea Appel (Kleinbäuerin, Gartenplanerin), Andrea Kölzer (Gärtnerin, Universitätslektorin, Gartenlehrerin) und Claudia Tiemann (Sekretärin, Planerin, Tänzerin) besteht seit 16 Jahren.

Eintritt: € 9,-/7,-


 

 

 

 

 



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